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…in eigener Sache…

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Mein Herz ist eine Insel

mein herz ist eine insel

Anne Sanders

Nachdem mir die Leichtigkeit des dritten Buches von Anne Sanders Sommerhaus zum Glück sehr gut gefallen hat, habe ich mir auch von diesem, bereits davor erschienen Buch Entspannung, Humor und gute Laune versprochen. Leider ist das hier nicht ganz eingetroffen, denn der Schein, also Klappentext und Buchwerbung, trügt – dafür ist der Inhalt zu düster und die Hauptprotagonistin zu verbittert.

Isla kehrt nach einer völlig überraschend geplatzten Beziehung Hals über Kopf zurück in ihr Elternhaus, auf die winzige, einfache und wetter-gebeutelte Insel Bailevar an der Westküste Schottlands. Bereits vor zehn Jahren hatte sie die Insel ganz hinter sich gelassen, zu klein und eng war es für sie, die Anonymität und damit einhergehende Freiheit der großen weiten Welt wollte sie erleben. 

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Das Leben ist zu kurz für später

das Leben ist zu kurz für später

Alexandra Reinwarth

Dieses Mal versucht uns die Autorin das „locker machen“ beruhend auf einer anderen These nahe zu bringen, indem wir uns die Endlichkeit unseres Daseins täglich bewusst machen und dementsprechend unsere Prioritäten setzen. Wir dürfen sie wieder durch ihren Alltag begleiten und es ist oftmals doch erstaunlich, was kleine Dinge, kleine Wahrheiten und ein kleines bisschen Mut, Wahrheiten auch auszusprechen, alles verändern kann!

Mit den großen Dingen, die sie verändert – weniger arbeiten um mehr Zeit für die Familie zu haben, nach 15 Jahren Beziehung und Kind ein Leben in zwei getrennten Wohnungen zu versuchen, ein Bed & Breakfast aufzumachen – nun ja, das ist dann schon die krasse Version. Schön, dass sich bei ihr die Möglichkeiten so wunderbar ergeben und mutig, dass sie es durchzieht! Was aber sicherlich nicht unwesentlich dem entsprechenden Familien- und Freundeskreis geschuldet ist.

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Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

wer weiß schon wie man liebe schreibt

Kristina Günak

Man sieht das Cover, liest den Klappentext und glaubt genau zu wissen, worauf man sich einlässt. Doch hier weit gefehlt! Entpuppt sich der Roman dann doch mit unerwartet viel Tiefgang und weit entfernt von einer 08/15 Love-Story. Der relativ flapsige Schreibstil nimmt der teilweise sehr traurigen Geschichte jedoch die Wehmut – diesen Balanceakt hat die Autorin perfekt hinbekommen!

Bea, bestens strukturiert und organisiert, arbeitet mit großer Hingabe bei einem kleinen Verlag in Braunschweig. Dieser ist für die Verlegung von Liebesromanen bekannt, gerät aufgrund des Absprungs einiger Autoren jedoch in eine finanzielle Schieflage.

Bea, ebenso bekannt dafür, dass sie nie nein sagen kann, immer allen hilft und eine fleißige Arbeitsbiene ist, wird dazu auserkoren, sich um den letzten,  verbleibenden Bestseller-Autor Tim Bergmann zu kümmern. Er ist nicht besonders umgänglich, macht was er will und benimmt sich gelegentlich äusserst flegelhaft. Obwohl sein Genre, eine Dystopie, nicht in Beas Bereich fällt, wird sie ihm als Kindermädchen für seine Leserreise zugeteilt.

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Finnischer Schnee von gestern

finnischer schnee von gestern

Mina Teichert

Ganz zufällig bin ich auf dieses Buch gestoßen und zu meiner Begeisterung hat es sich als ein echter Glücksgriff entpuppt! Es ist die perfekte Lektüre zum Ausspannen – nicht zu schwer aber auch nicht allzu seicht, einfach eine schöne Geschichte, mal lustig, mal ernst, und man fühlt sich, als wäre man direkt dabei im finnischen Schnee.

Es geht um die vier Jugendfreundinnen Vivien, Solja, Esther und Meike, die, trotz sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten, auch viele Jahre später noch eng befreundet sind. Silvester vor 10 Jahren verbrachten sie bereits zusammen in Finnland, damals mit Meikes Bruder und seinen Freunden. Aus dieser Silvester-Reise entstanden nicht nur 2 Ehen, sondern auch Viviens Langzeit-On-Off-Beziehung.

Nun, 10 Jahre später, wieder kurz vor Silvester, trifft es die leicht chaotische Vivien besonders hart: vom Langzeit-Verlobten betrogen, ihn auch noch in flagranti dabei erwischt, Job weg und ein schwerer Autounfall, den sie mit viel Glück einigermaßen unversehrt überlebt. Daraufhin beschliessen ihre Freundinnen, sich um sie zu kümmern und sie wieder aufzupäppeln – was wäre da besser geeignet als eine weitere Finnland-Reise zu Silvester? Dieses Mal sind aber ausschliesslich Frauen erlaubt! Vivien, grundsätzlich für gar nichts mehr zu begeistern und dafür sogar noch weniger, schluckt einfach ihre „alles egal“-Pillen und fügt sich.

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Ein Sommer in den Hamptons

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Karen Swan

Als ich mit diesem Buch anfing, dachte ich mir, okay, das wird jetzt aber erstmal der letzte leichte Sommerroman sein, den ich lese. Irgendwie war ich auf locker flockig sommerlich leicht eingestellt, Cover, Klappentext und auch noch Sommer im Titel sprachen dafür. Doch dann, welch Überraschung, die Geschichte entpuppte sich als deutlich tiefgründiger, ernsthafter und ab der Hälfte auch noch mit einem Hauch Krimi, so dass sich alles völlig anders entwickelt als erwartet und die Spannung gerade zum Ende hin nochmal deutlich ansteigt.

Matt verordnet sich und Rowena eine Beziehungspause, in der er die Welt sehen will – alleine. Er fragt sie nicht vorher, was sie davon hält oder ob sie vielleicht sogar mitkommen möchte, nein, er entscheidet das für sie beide, informiert sie und ist zwei Tage später schon weg.

Rowena ist schockiert, traurig und bleibt wie in einem Vakuum zurück. Ein Auftrag führt sie nach New York und durch eine Verkettung diverser Umstände trifft sie erst auf Hump, dann auf Bobbi. Ehe sie sich versieht, hat sie sich von den beiden dazu überreden lassen, den Sommer in einer 4er-WG in den Hamptons zu verbringen und mit Hump einen Laden zu mieten, in dem sie dem illustren Publikum dort ihre Dienste als Fotografin anbieten kann.

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Sommer in Atlantikblau

Sommer in atlantik blau

Miriam Covi

Die Geschichte handelt von drei sehr unterschiedlichen Schwestern und deren Mutter. Sie alle vier bekommen von der Großtante kurz vor deren Tod eine Reise nach New York geschenkt – es soll der Junggesellinnen-Abschied für die mittlere der Schwestern werden, da sie in knapp 2 Wochen heiraten will. Durch fast schon mystisch anmutende, unglaublich viele Zufälle wird das Leben aller auf den Kopf gestellt und jede einzelne ist danach wie neu zusammen gesetzt.

Die recht komplizierten emotionalen Verknüpfungen machen die New York-Reise für Charlotte sehr anstrengend. Von ihrer beruflich erfolgreichen Schwester Louise wird sie verbal klein gehalten und vom Nesthäkchen Sophie mit ihrer Theatralik immer wieder zur Seite gedrängt. Sie, als mittleres Kind, ist der Puffer zwischen allen, die Person, die ständig versucht, zu vermitteln und es allen recht machen möchte. Während des Rückfluges auch noch einen ungeplanten Zwischenstop in Halifax wegen einer Aschewolke über Europa braucht sie deshalb wirklich nicht.

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Immer wieder im Sommer

immer wieder im sommer

Katharina Herzog alias Katrin Koppold

Der Grund der Namensänderung der Autorin hat sich mir zwar nicht erschlossen, aber genauso wie ich die Romane von Katrin Koppold mochte (empfehlenswert: die Sternschnuppenreihe!), gefällt mir auch dieser, den sie unter Katharina Herzog veröffentlicht hat.

Er ist jedoch in sich deutlich ruhiger, weniger lustig, mehr berührend, nachdenklich machend und einfach schön zu lesen! Mit Sommer, Sonne, Strand und Meer, mit einer verzwickten Ex-Ehegeschichte, mit einer pubertierenden und einer Überflieger-Tochter sowie eine noch verzwicktere Mutter-Tochter-Beziehung. Auch wie in ihren vorherigen Romanen wachsen einen die Protagonisten von der ersten Seite an ans Herz.

Anna ist seit 5 Jahren von Max geschieden und schlägt sich mit ihren zwei Töchtern durchs Leben – in München mit einem Job als Zimmermädchen ist das nicht immer einfach, auch wenn Max seine Alimente bezahlt.

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Sommer mit Aussicht

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Lena Wolf

Hier habe ich nur in die ersten paar Seiten reingelesen und sofort gewusst, ja, das wird mir gefallen! Alleine die Beschreibung der Autofahrt, ich hatte alle Personen sowas von bildlich vor meinen Augen, und die Dialoge wirken lebendig und authentisch, fast, als würde man mit im Auto sitzen und allen über die Schulter schauen!

Luisa, Event-Managerin eines Kaufhauses in Frankfurt, ihre Adoptivmutter Elisabeth und ihr Ex-Mann Stefan machen sich auf den Weg in die Provence, um der Einladung ihrer leiblichen Mutter Regina zu folgen, die ihre Tochter nun nach all der Zeit endlich kennen lernen möchte.

Luisa wäre lieber alleine gefahren, Elisabeth und Stefan möchten ihr bei diesem ersten Treffen jedoch unterstützend zur Seite stehen – beide aus teilweise eher eigennützigen Gründen – und haben sich deshalb kurzerhand angeschlossen.

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