Alles auf Jetzt

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Christine Färber, Simone Unger

Der Untertitel „Frauen Mitte 30 über Kinder, Sex und Selbstverwirklichung“ bringt es schon ganz gut auf den Punkt. Hier geht es um völlig verschiedene Frauentypen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen, die ausser dem Alter erstmal wenig gemeinsam haben – aber am Ende dann doch sehr viel.

Man steht nicht mehr am Anfang seines Lebens, noch nicht wirklich in der Mitte, ist aber doch schon sehr nahe dran. Das jugendliche Gottvertrauen in „das wird schon irgendwie“ ist verschwunden, manch wegweisende Entscheidung wurde bereits getroffen, aber die Frage ist, muss man auf diesem Weg auch bleiben? Wollte man wirklich dahin, wo man heute steht? Was würde das jüngere Ich dazu sagen?

15 Geschichten von Frauen Mitte 30, und es ist alles dabei: Hausfrau oder Alleinerziehende, Karrierefrauen, Singles, Selbständige und eine Aussteigerin, konventionelle und unkonventionelle Leben, wohlhabend oder weniger, und sie alle erzählen, wie sie dahin kamen, wo sie jetzt stehen und wie zufrieden sie dort sind – oder eben auch nicht.

Äusserst spannend von den Hoffnungen und Enttäuschungen, den Erfolgen und Kompromissen und gelegentlich auch von der Resignation zu lesen. Es ist unterhaltsam und macht nachdenklich, auch wenn ich mich schon deutlich jenseits der „Mitte 30“ Grenze befinde.

Am Ende kochen wir alle mit Wasser – es kommt wie es kommt, unser Einfluss ist möglich, aber doch begrenzt. Und es bleibt nichts, wie es ist. Ob das nun Fluch oder Segen ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

4 Sterne.

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