Rocky Mountain – Yoga / Star / Dogs…

Virginia Fox

Heute möchte ich mal über eine locker leichte, seichte amerikanische fast-immer-heile-Welt Serie schreiben, die in einem idyllischen Örtchen namens Independence in den Rocky Mountains spielt. Mit lustigen, seltsamen, manchmal skurrilen, guten und bösen Charakteren, viel Humor, Liebe, ein bisschen Verbrechen und immer mit garantierten Happy End! Dazu kommen noch einige Hunde, viel Tierliebe im allgemeinen, Farmer und zwischendurch ein paar böse Menschen, die natürlich von den guten besiegt werden.

Schön auch, dass man sich von den Charakteren, die einen so langsam ans Herz wachsen, nie ganz verabschieden muss, da man ihnen in den weiteren Folgen immer wieder aufs Neue begegnet.

So hat mich diese Reihe vor längerer Zeit schon zum gelegentlichen Bücher-Serien-Junkie gemacht! Inzwischen sind bei mir noch ein paar andere dazu gekommen, aber die Rocky Mountain-Geschichten sind meine erste Serien-Leidenschaft gewesen.

Und selbst jetzt lese ich immer mal wieder gerne schnell zwischendurch eine Fortsetzung.

Los geht es mit Rocky Mountain Yoga und Jaz, die als Yogalehrerin und Vegetarierin erstmal so gar nicht in das bodenständige Städtchen passt. Gestrandet ist sie dort, als sie Hals über Kopf aus Seattle weg musste, da sie durch ihren Ex-Freund in gefährliche Dinge verwickelt wurde. Was liegt da näher, als zu ihrer Großmutter in die Berge zu flüchten?

Kaum angekommen, macht sie Bekanntschaft mit der Flinte ihrer zukünftigen Nachbarin Paula Carter (die später auch ihre eigene Geschichte bekommt) und folglich ebenso mit dem Sheriff, der Paulas Bruder ist. Natürlich ist der Sheriff Jake ein cooler Typ, und auch wenn Jaz erstmal von Männern genug hat, bleibt er trotzdem hartnäckig und lässt sich nicht abschrecken.

So langsam fühlt sie sich heimisch und beginnt, ihre Träume von einem eigenen Yoga-Studio umzusetzen. Dann jedoch holt ihre Vergangenheit sie ein und es kommt kriminelle Energie in das idyllische Örtchen, so dass nur noch der Sheriff Jaz beschützen kann.

Ja, völlig klar, was dann kommt – aber hat man tatsächlich etwas anderes erwartet?

Im nächsten Teil – Rocky Mountain Star – lernen wir Tyler Carter näher kennen, die Schwester des Sheriffs und ex-Ballerina. Ex, da sie nach einem Unfall nicht mehr tanzen kann. Deshalb kehrt sie erstmal nach Independence zu ihrer Familie zurück, um sich zu überlegen, wie es mit ihrem Leben weiter gehen soll.

Dumm nur, dass Pat, ihr einziger One-Night-Stand, inzwischen auch dort hin gezogen ist – der wiederum ein enger Freund von Jaz ist. Dieser freut sich über das Wiedersehen mit Tyler. Dann jedoch wird Tyler von einem Stalker bedroht und plötzlich gibt es wichtigere Dinge, als die Romanze mit Pat.

Auch hier ist abzusehen, was am Ende folgt – aber egal! Der Weg dahin macht trotzdem großen Spass.

Im dritten Teil – Rocky Mountain Dogs – machen wir die Bekanntschaft von Kat, die ebenfalls beschliesst, nach Independence zu ziehen, da dort bereits ihre beiden besten Freunde Jaz und Pat leben. Und dank ihrer Liebe zu Hunden scheint sie mit der Idee zur Eröffnung eines Hundesalons in diesem Kleinstädtchen genau richtig zu liegen.

Zufällig lernt sie den Hockeyspieler Sam Carter, einen Bruder des Sheriffs, kennen, der zwar richtig gut aussieht, ihr aber nur auf die Nerven geht. Als sie jedoch immer wieder schwer verletzte Hunde findet und sich ihr Verdacht auf illegale Hundekämpfe erhärtet, unterstützt Sam sie bereitwillig bei ihren Anstrengungen, die Schuldigen zu finden.

Und wieder ja, genau! Das Ende ist auch hier vorhersehbar – aber wen stört das schon?

Denn spätestens jetzt ist einem das Städtchen mit all seinen Bewohnern so richtig ans Herz gewachsen und man wünscht sich, einen Kaffe im Diner zu trinken, bei den Wetten mit zu machen und einfach dazu zu gehören.

Toll ist, dass das Umfeld gleich bleibt, so dass die Disney-Sisters mit ihrem Diner immer wieder eine Rolle spielen und auch deren Gäste, wie zum Beispiel der seltsame Dagobert. Die Carter-Familie, allen voran Mutter Brenda, mischen auch häufig bei den Ereignissen mit und nicht zu vergessen der Bürgermeister Mr. Wilkinson.

Die Geschichten gehen immer so weiter, Paula bekommt ihren Teil, dann der FBI Agent Cole Carter, bis die Carter-Familie durch ist. Aber kein Problem, es gibt auch noch andere interessante Personen in Independence, die eine Geschichte wert sind. Wobei für mich die Geschichten um die Carter-Familie die besten waren.

Klar werden hier all unsere sehr deutschen Vorstellungen vom amerikanischen Kleinstadt-Cowboy-Leben bedient, vom örtlichen Diner als Umschlagplatz der Neuigkeiten, vom schlichten gut-böse Denken und der ländlichen Idylle. Aber dass man sich auch genau darauf einlassen muss, weiss man, wenn man sich für diese Bücher entscheidet.

Der Schreibstil ist locker leicht humorvoll, es lässt sich super lesen und ehe man sich versieht, ist wieder eine Geschichte zu Ende. Aber zum Glück folgen ja noch viele weitere!Man kann natürlich die einzelnen Teile unabhängig voneinander lesen, aber ich denke, in der richtigen Reihenfolge macht es deutlich mehr Spass. Inzwischen geht es bis Band 14.

Alle nacheinander runter zu lesen würde ich auch nicht empfehlen, denn das könnte dann doch etwas stumpf werden. Jedoch immer mal wieder so ein, zwei dieser Geschichten hintereinander ist ein wirklich amüsanter und schöner Zeitvertreib!

4 Sterne.

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