Glück ist nichts für schwache Nerven

Glück ist nichts für schwache Nerven

Theresia Graw

Erfrischend, komisch, eine gewisse Ironie – all das bereitet uns als Leser einen schnellen Einstieg und schon sind wir mitten drin in Valentinas Leben und ihrer Suche nach einem neuen Sinn, nach ihrem Vater und am Ende natürlich auch nach Mr. Right.

Frisch geschieden und der Ex-Mann bekommt nun mit seiner Freundin das Kind, das er mit Valentina nie wollte. Bei der anstehenden Beförderung übergangen worden. Beide Freundinnen glücklich liiert, eine davon hat gerade Nachwuchs bekommen. Und die Hippie-Mutter ist weit weg, sie demonstriert im Regenwald – so wirklich rund läuft es gerade nicht für Valentina.

Kein Wunder, dass sie von einem Tinnitus heimgesucht und deshalb gleich für ein paar Wochen krank geschrieben wird. Eine super Gelegenheit, um ein paar Tage in Italien zu entspannen, denkt sie sich.

Als sie vorher noch ihrer Mutter aus Schwierigkeiten helfen muss und deshalb in deren Wohnung eine Reisepass-Kopie sucht, entdeckt sie zufällig einen sehr alten Brief, der ihr endlich Hinweise auf den Vater liefert, den sie nie kennengelernt hat.

Bereits so gut wie auf dem Weg nach Italien fährt sie kurzerhand an seinem Haus in Starnberg vorbei. Durch ein Missverständnis wird sie dort für die neue Pflegerin gehalten und mit etwas Manipulation der Geschehnisse wird sie für diesen Job auch eingestellt. Eine perfekte Gelegenheit, ihren Vater besser kennen zu lernen – mehr wünscht sie sich erstmal nicht.

Ab hier wird Valentinas Leben turbulent. Plötzlich gibt es in ihrem Leben nicht nur eine Art Stiefmutter, sondern auch noch eine Halbschwester, einen Halbbruder und natürlich Eva, die eigentliche polnische Pflegerin, die sie vorübergehend in ihrer eigenen  Wohnung untergebracht hat. Es läuft nicht alles reibungslos, ein paar Notlügen lassen sich nicht umgehen, was wiederum eine Kettenreaktion an manchmal aberwitzigen Situationen auslöst und als Leser fiebert man regelrecht mit, wann denn die „Vaterschafts-Bombe“ endlich hoch geht.

Ein Buch, das ich gerne gelesen habe. Es brachte mich zum Schmunzeln, manchmal musste ich sogar laut auflachen – also alles in allem gute Unterhaltung.

4 Sterne.

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