Frag nicht nach Sonnenschein

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Sophie Kinsella

Ein Roman, dessen Cover ihn als geistreich, witzig und zum Tränen lachen beschreibt – und genau das hat mich zum Kauf veranlasst. Leider fand ich den ersten Teil nicht mal mäßig lustig, die Protagonistin Katie, bzw da noch Cat genannt, fast schon nervig naiv und insgesamt alles sehr langatmig und unglaubwürdig.

Der zweite Teil war dann zum Glück etwas besser.

Katie, im ländlichen Sommerset auf einen Bauernhof aufgewachsen, träumt seit ihrer Kindheit davon, eine taffe, erfolgreiche Londonerin zu werden. Dafür nimmt sie fast alles in Kauf: ein winziges Zimmer in einer WG mit merkwürdigen Mitbewohnern, eine völlig verstrahlte Chefin, sparen an allen Ecken und Enden. Und das nur, um dazu zu gehören zu den hippen, coolen, klugen Leuten des Marketings. Dann wird sie jedoch plötzlich entlassen (so wirklich habe ich nicht verstanden, warum) und zieht vorübergehend wieder nach Sommerset zu ihrem Vater.

Dieser möchte mit seiner Lebensgefährtin Biddy einen „Glamping-Platz“ eröffnen, Camping in Edelformat für gut betuchte Londoner. Da Katie aktuell nichts besseres zu tun hat, auf ihre vielen Bewerbungen nur Absagen kommen und ein neuer Job in weiter Ferne scheint, lässt sie sich dazu überreden, ihren Vater und Biddy bei der Organisation zu unterstützen. Aus Scham verschweigt sie ihnen jedoch die wahren Gründe für ihre Rückkehr, sie lässt beide in dem Glauben, dass sie sich eine offiziell genehmigte, mehrmonatige Auszeit nimmt.

Das Projekt läuft gut an und Katie beginnt sich, wider erwarten, damit wohl zu fühlen – bis plötzlich ihre gehasste Ex-Chefin Demeter nebst Familie auftaucht, und dann sogar noch Alex, als Sohn des Agentur-Eigentümers auch ihr Ex-Chef,  den sie schon in London kennen gelernt hatte und ziemlich toll fand. Wir ahnen, was kommt…

Und dies alles kommt, jetzt zumindest unterhaltsamer als im ersten Teil. Auch wenn manches fast schon lächerlich anmutet und sowohl die neu gefundene Freundschaft zwischen Katie und Demeter als auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Katie und Alex für den Leser sehr plötzlich und nicht so wirklich nachvollziehbar sind.

Gepackt hat mich die Geschichte trotzdem nicht richtig. „Tränen lachen“, wie auf dem Cover angepriesen – worüber? Schade.

2 Sterne.

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