Das Café am Rande der Welt

thumb_IMG_6118_1024

John Strelecky

Der Untertitel „Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ machte mich  neugierig. Und ich war gespannt, wie man diesen auf 120 Seiten finden will, gerade weil es zu dem Thema doch unzählige Abhandlungen als dicke Wälzer gibt.

Hier geht es um den stets gestresste Manager John, und viele von uns finden sich in diesem Typ Mensch sicherlich schnell selbst wieder. Man ist mit dem Leben an sich ganz zufrieden. Der Job ist okay, man verdient ganz gut, hat ein schönes Zuhause und gute Freunde. Wenn da nur nicht diese immer häufiger gefühlte Unruhe wäre, diese latente Unzufriedenheit, dass man wertvolle Lebenszeit gegen Geld eintauscht.

Die Geschichte über das mystische „Café der Fragen“ wird uns von John in der Ich-Form erzählt. Er nimmt sich eine Woche Urlaub, fährt los, landet durch eine Verkettung der Umstände irgendwo im nirgendwo, und als keine Menschenseele mehr weit und breit zu sein scheint, stößt er auf eine einzelne Lichtquelle – das Café der Fragen.

Hier wird er mit drei Fragen konfrontiert, während er auf das Essen wartet: Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben? Und diese diskutiert er abwechselnd mit der Kellnerin Casey, dem Koch Mike und einem weiteren Gast, Anne.

Die Botschaft am Ende ist trivial: Geld und Konsumgüter sollten nicht unser Leben bestimmen. Überlege dir, was dich wirklich glücklich macht und versuche, genau das zu leben. Verschwende nicht deine Zeit mit für dein persönliches Glück unnötigen Dingen. Das Ganze dann noch verpackt in Allgemeinplätzen und an sich bekannten Weisheiten.

Nun ja. Wenn man sich mit solchen oder ähnlichen Gedanken noch gar nicht beschäftigt hat, ist es sicherlich ein Anfang. Man könnte es Basis-Wissen für Einsteiger nennen.

Aber wenn man sich damit doch schon mal auseinander gesetzt hat, möchte man manchmal einfach nur den Kopf schütteln über die Naivität der Antworten und auch über die erklärenden Geschichten zum besseren Verständnis. Für besonders intelligent scheint uns der Autor nicht zu halten.

Sehr schade ist, dass die deutsche Übersetzung sprachlich nicht gerade ansprechend ist und die Formulierungen oftmals etwas holprig sind.

Interessant wiederum ist, dass ich bei meinem letzten Besuch im Hugendubel gleich drei Bücher dieses Autors unter den Top Ten gefunden habe.

Trotzdem kann ich ihm nur 3 Sterne geben. Für mich war es jetzt nicht total schlecht – aber auch nicht wirklich gut.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s