Der Sommer, in dem es zu schneien begann

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Lucy Clarke

Ein spannender, emotionaler Roman um Liebe und Verrat, über Trauer und eine Reise in die Vergangenheit. In einer melancholischen, fast schon düsteren Atmosphäre verfolgt man Evas Reise nach Tasmanien.

Eva lebt glücklich verheiratet mit Jackson in London. An einem Wochenende besuchen sie mal wieder Evas Mutter an der Küste und früh morgens, bei stürmischen Wetter, bricht Jackson alleine zu einem Angelausflug auf. Von diesem kehrt er nicht mehr zurück. Die Leiche wird nie gefunden, lediglich seine rote Mütze fischt man aus dem Meer. Daraufhin stürzt Eva in ein tiefes Loch der Trauer.

Beide wollten zusammen seine Heimat Tasmanien besuchen, damit Eva endlich auch seine Familie kennenlernt. Da dies nun gemeinsam nicht mehr möglich ist, entschliesst sich Eva in ihrer Verzweiflung, alleine dort hin zu fahren. Sie hofft Trost zu finden bei seiner Familie, bei Menschen, die Jackson gut gekannt haben.

Allerdings verhält sich seine Familie Eva gegenüber sehr abweisend, niemand will mit ihr über Jackson sprechen. Sie sucht Kontakt zu seinem Bruder Saul, um mehr über Jacksons Leben in Tasmanien zu erfahren und ist von dessen Ähnlichkeit mit Jackson regelrecht geschockt. Aber auch Saul ist sehr abweisend und will nichts mit ihr zu tun haben.

Eva jedoch ist hartnäckig und lässt sich nicht vertreiben. Nach und nach erfährt sie schockierende Dinge über einen Jackson, den sie so nicht kannte. Sie versucht stark zu sein und sich der Wahrheit um ihren verstorbenen Ehemann zu stellen. Wer war Jackson wirklich?

Eine düstere Familiengeschichte. Die Spannung steigt von Seite zu Seite und die kurzen Kapitel verführen dazu, einfach immer weiter zu lesen.

Als Leser verfolgt man Evas Weg, leidet mit ihr und will einfach nur noch wissen, was hinter dem rätselhaften, abweisenden Verhalten von Jacksons Familie steckt. Die Wendungen der Geschichte sind nicht vorhersehbar, so dass man immer wieder neu überrascht wird.

Die Melancholie zieht sich durch das ganze Buch und erst am Ende kommt so etwas wie Hoffnung für Eva auf.

4 Sterne.

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