Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

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Mhairi McFarlane

Tja, hier ist der Titel für mich leider Programm. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, das neue Buch von Mhairi McFarlane zu lesen – leider wurde meine Erwartung einer witzigen Geschichte nicht erfüllt.

Inhaltlich ist es ähnlich gestrickt wie seine Vorgänger: Edie, in den Dreißigern, Texterin in einer Werbeagentur und ein bis dato hippes Londoner Party-Girl, wird von einem Kollegen für seine Spielchen hinter dem Rücken seiner Freundin ausgenutzt. Edie, gutgläubig und etwas naiv wirkend für ihr Alter, freut sich trotzdem über die Aufmerksamkeit von Jack – bis er sie auf seiner eigenen Hochzeit küsst und sie von seiner Ehefrau dabei erwischt werden.

Jack kann sich heraus winden, Edie bleibt der alleinige Bösewicht und wird nach allen Regeln der Kunst in den sozialen Netzwerken von den Freundinnen der Braut fertig gemacht.

Ihr Chef, Richard, will ihr helfen und schafft sie aus der Schusslinie, in dem er sie zu einem Spezial-Auftrag zurück in ihre Heimatstadt Nottingham schickt. Sie soll als Ghostwriter eine Biographie über den Schauspieler Elliot Owen schreiben. Dieser ist erstmal wenig davon angetan. Edie ebenso wenig, denn für sie heisst Nottingham, dass sie in den Schoß der Familie zurück kehrt. Vorübergehend zieht sie wieder in ihr Elternhaus zu ihrem Vater und ihrer Schwester. Aber auch dort lauern noch alte, ungelöste Probleme, mit denen sie sich nun erneut auseinander setzen muss.

Edie und Elliot jedoch raufen sich langsam zusammen und mit ihrer speziellen Art des Interviews, ein Gespräch mit persönlichen Fragen erlaubt für beide Seiten, lernen sie sich besser kennen und so manch privates Geheimnis wird – fast unfreiwillig – geteilt.

Es ist keine reine Liebesgeschichte, im Mittelpunkt steht Edie und wie sie sich nach anfänglichem Verstecken hinter ihren großen Schuldgefühlen irgendwann doch wieder hervor traut und zumindest zu einem kleinen Gegenschlag ausholt.

Leider fehlen mir dieses Mal der Witz und ebenso die Leichtigkeit und die Ironie der anderen Bücher. Das erste Drittel machte mich schon fast selbst etwas depressiv und insgesamt hinterließ es bei mir während des Lesens eher eine latente Traurigkeit.

3 Sterne.

 

 

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Ein Gedanke zu “Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

  1. Nachdem ich die anderen drei Bücher von McFarlane gelesen hatte, war klar, dass auch diese Geschichte eher leichte Kost ist. Das Happy End ist absehbar. Das ist auch alles soweit in Ordnung, aber diese Geschichte zieht sich leider sehr in die Länge.
    Ich hatte das Gefühl, dass allerhand „Nebengeschichten“ untergebracht werden sollten.
    Hatte mir deutlich mehr erhofft!

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