Die Bücherfreundinnen

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Jo Platt

Es ist ein Roman über ehemals sechs, jetzt noch fünf beste Freundinnen, die zusammen einen Bücherclub gegründet haben, so dass sie regelmäßig Zeit miteinander verbringen können.

Lydia, die sechste im Bunde, starb vor einigen Jahren an Krebs und hat ihren Freundinnen vorher das Versprechen abgenommen, ihren Mann Jon in den Club aufzunehmen.

An sich soll es bei diesen Treffen um Bücher gehen, aber in erster Linie wollen sie zusammen sein, Wein trinken und Klatsch und Tratsch austauschen. Sie kämpfen sich gemeinsam durch kleine und größere Problemchen und sind immer für einander da.

Jon als einziger Mann fühlt sich ganz offensichtlich wohl in diesem Kreis. Bis auf Alice und Sophie sind alle verheiratet, Jon ist verwitwet. Im Mittelpunkt steht Alice und deren Liebesleben, denn die Freundinnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, für sie ihren Mr. Right zu finden. Aber auch Sophie und ihrer beider Chef David, ebenfalls Single, spielen eine größere Rolle.

Gleich von Anfang an sind alle Personen präsent, so dass man sofort mitten im Geschehen ist. Trotzdem bleibt es oberflächlich, eher eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, eine genauere charakterliche Einschätzungen der einzelnen Persönlichkeiten erfährt man lediglich und in nur wenigen Sätzen im Cover-Text.

Dadurch fällt es schwer, eine tiefere Bindung zu den Protagonisten aufzubauen, sie bleiben insgesamt farblos, der Funke springt einfach nicht über. Auch zu Lydias Leben und Tod (was im Cover-Text fast eine Hauptrolle spielt) gibt es nur ein paar wenige Sätze als Rückblende.

Dann finden sich zum Schluss relativ plötzlich und schnell diese beiden Liebespaare und ein noch nicht mal allzu langes Gespräch zwischen einem der Paare gibt dem Leser mehr Aufschluss und Information über ihr Handeln und Fühlen, als all die hundert Seiten vorher.

Vom Aufbau her hat es eine ähnliche Struktur wie das erste Buch dieser Autorin. Nur leider blieb dieses zweite Buch hier ein müder Abklatsch, eine anspruchslose Geschichte mit farblosen Figuren und ohne jede Überraschung. Ganz okay, leicht zu lesen, nicht wirklich lustig und alles andere als spektakulär.

Herz über Kopf fand ich deutlich lustiger und unterhaltsamer.

3 Sterne – aber wirklich nur knapp.

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