Sieben verdammt lange Tage

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Jonathan Tropper

Die Geschichte um eine jüdische Familie, die auf Wunsch des verstorbenen Vaters sieben Tage die traditionelle jüdische Totenwache an seinem Bett halten soll.

Traurig, komisch, schräg, manchmal melancholisch und mit enormen Wortwitz werden wir durch die Woche geführt, denn dieses Mal müssen sie sich alle einander stellen und haben keine Chance, wegzulaufen!

Die Foxmans, eine amerikanische Familie mit jüdischen Traditionen – zumindest dann, wenn sie sich wieder einmal daran erinnern. Und alle machen sich auf ins Elternhaus, um die Totenwache zu halten.

Judd – er hat gerade seine Frau mit seinem Chef in flagranti erwischt, woraufhin er seinen Jo gekündigt hat und nun dreifach deprimiert ankommt.

Wendy – Mutter von 3 sehr anstrengenden Kindern und verheiratet mit Barry, der ein Workaholic ist und selbst bei der Totenwache noch seinen Geschäften nachgeht.

Paul – mit Alice verheiratet, wobei beide an ihren unerfüllten Kinderwunsch zu verzweifeln scheinen.

Philipp – der jüngste, chaotischste und unreifste der Geschwister.

Mrs. Foxman – eine exzentrische Psychotherapeutin, die ihren Kinder bis heute mit ungewollten Ratschlägen zur Seite stehen will.

Dazu kommen noch viele weitere Besucher aus dem großen Nachbar- und Bekanntenkreis der Familie, die das ganze noch zusätzlich aufmischen.

Die Geschichte wechselt zwischen traurigen und lustigen Episoden aus der Kindheit und Jugend der vier Geschwister und skurrilen Szenen im heutigen Hause der Mutter ab. Man liefert sich einen verbalen und auch mal mit den Fäusten ausgetragenen Schlagabtausch untereinander, doch am Ende gehen alle mit dem Gefühl auseinander, dass sie als Familie immer füreinander dasein werden.

Kennen wir das nicht alle, die Familie, geliebt und trotzdem oftmals lieber aus der Ferne gesehen? Immer wieder kehrende Diskussionen, Türen schlagen und man denkt sich „nie wieder werde ich…. -hier kann man fast alles einfügen- … Und Trotzdem! Sie ist wir, wir sind sie, am Ende würde jeder für den anderen alles geben.

Es hat mir großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen! Mal lacht man Tränen, zwei Seiten weiter ist es sehr traurig, dazwischen noch die eine oder andere Überraschung – ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.

5 Sterne. Sehr empfehlenswert.

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