Fast perfekte Heldinnen

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Adèle Bréau

Dieses Buch wird als das französische, erwachsen gewordene „Sex and the City“ angepriesen – nicht ganz zu unrecht!

Allerdings heisst das auch, die vier Frauen befinden sich nicht mehr in der unbeschwerten „alles ist möglich“-Phase, sondern sie sind schon in der „habe ich mir das wirklich so vorgestellt?“-Phase angekommen. Völlig klar, dass dieser Lebensabschnitt nicht mehr ganz so lustig, unbeschwert und fröhlich wie mit Carrie Bradshaw und ihren Freundinnen ist.

Es geht um vier Freundinnen: Lucie und Alice kenne sich schon seit dem Kindergarten, Mathilde stößt in der neunten Klasse dazu und Éva später als Freundin des besten Freundes von Alice` Mann Vincent. Die vier führen sehr unterschiedliche Leben.

Lucie, glücklich verheiratet mit Christoph, drei kleine Kinder, sehr wohlhabend – und trotzdem neigt sie zu fast wahnhaften Eifersuchtsanfällen.

Mathilde, verheiratet mit Max, zwei kleine Kinder, sie ist die Karrierefrau und Hauptverdienerin, er ist arbeitslos und hat sich gut damit arrangiert.

Éva, verheiratet mit Vincent, beide belastet der unerfüllte Kinderwunsch, bei Éva grenzt es schon fast an Besessenheit.

Alice, getrennt lebend von Adrien, eine Teenager-Tochter, und während Adrien seine Midlife-Crisis mit einer deutlich jüngeren Frau auslebt, hat Alice jegliches Selbstvertrauen verloren.

So wird man erstmal in die Geschichte hineingeworfen, viele unterschiedliche Personen, keiner scheint wirklich glücklich zu sein. Die Befindlichkeiten der einzelnen Personen werden nur oberflächlich angekratzt, so dass man zu niemanden eine wirkliche Bindung aufbaut. Das macht die erste Hälfte des Buches etwas deprimierend und fördert nicht gerade die Lese-Begeisterung.

In der zweiten Hälfte werden die Karten neu gemischt, bestehende Beziehungen zerbrechen, neue entstehen. Bei allen Vieren wird das Leben nochmal richtig aufgemischt. Man kann sich als Leser langsam besser in die Frauen hinein fühlen und es wird deutlich interessanter.

pastedGraphic.pdfGute Unterhaltung. Mehr aber auch nicht.

Vier Frauen mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten und Lebensweisen, diese auf gerade mal 330 Seiten (Taschenbuch) mehr als nur oberflächlich zu beschreiben, ist wohl einfach nicht machbar.

Ich hatte mir gleich beide Teile zusammen gekauft und werde nun „Männer von fast perfekten Heldinnen“ lesen. Gespannt bin ich schon, wie es weitergeht. Mehr dazu dann bald!

3 Sterne.

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